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Wer Rentner*innen quält - wird nicht gewählt

Am 2. Februar 2025 fand in Karlsruhe zum zweiten Mal eine Renten-Demonstration statt. Veranstalter war ein breiten Bündnis, darunter der Sozialverband VdK, ver.di, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Direktversicherungsgeschädigte e.V. (DVG), die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und vielen weiteren Organisationen. Anlass war die Rentendebatte, die von der CDU angestoßen worden war. An der Demonstration beteiligten sich gut 500 Menschen.

Auf der Kundgebung sprach der ver.di-Landesbezirksleiter Martin Gross: „Aktuell haben wir den niedrigsten Beitragssatz seit 1993. Gekürzt wurden mit Riester die Renten und erhöht wurde das Renteneintrittsalter. Seit über 30 Jahren zahlen nur die Alten für die Reformen. Also hören wir auf Jung gegen Alt auszuspielen! Das ist in diesen Krisenzeiten, wo unsere Demokratie unter Beschuss steht, ein Spiel mit dem Feuer. Wir wollen keine Hetze zwischen Jung und Alt! Oma, Opa, Eltern und Enkel wollen gemeinsam ein gutes Leben mit sozialer Sicherheit.“

Hans-Josef Hotz, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg e.V., erklärte: „730.000 Rentnerinnen und Rentner bekommen schon heute Grundsicherung im Alter – Sozialhilfe – obwohl sie ihr Leben lang hart gearbeitet, Steuern bezahlt und Beiträge entrichtet haben. Wir fordern eine Rente, die ein Leben in Würde ermöglicht! Wir fordern eine Rentenversicherung für alle! In die auch die Menschen mit den breitesten Schultern in unserem Land einzahlen: Politiker und Beamte, Ärzte und Anwälte, Notare und Unternehmer. Der politische Auftrag an die nächste Bundesregierung muss sein, die soziale Daseinsvorsorge für uns alle zukunftsfest zu stabilisieren und auszubauen. Nur dann, wenn die Bürgerinnen und Bürger das Gefühl haben, es geht fair und gerecht zu in diesem Land, ist es möglich, den extremistischen linken und rechten Rändern erfolgreich zu begegnen und diesen braunen Sumpf endlich trocken zu legen! Soziale Gerechtigkeit ist dabei der ganz entscheidende Punkt. Daran werden wir die kommende Regierung und die politisch Verantwortlichen messen!“

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