„Jung und Alt für eine Gute Rente“

Bericht von der Veranstaltung am 31.01.

Die LAG 60+links lud am Samstag, den 31.01., zu einer Veranstaltung nach Karlsruhe ein, die auch im Live-stream übertragen wurde.
Sabine Skubsch, Sprecherin der LAG 60+links, kritisierte die niedrigen Renten von Frauen im reichen Bundesland Baden-Württemberg: „Im Durchschnitt bekommen Frauen 949 € Rente, während die von Männer mit 1.553 € um mehr als die Hälfte höher liegt. Die Gründe für niedrige Renten liegen auch in Baden-Württemberg. Hier verdienen Frauen immer noch weniger als Männer und haben mehr Minijobs, Teilzeit- und Fristverträge. Die Kinderbetreuungsplätze reichen nicht aus, die Kita-Öffnungszeiten sind nicht familiengerecht und vor allem sind Kitas teuer. Und daran wollen CDU und Grüne, die beiden Parteien, die die nächste Landesregierung stellen wollen, absolut nichts ändern. Während Hunderte von Milliarden für die Rüstung ausgegeben werden, bleibt Menschen, die Jahrzehnte lang geschuftet haben, im Alter nur wenig.“
Max Waclawczyk von der IG Metall hielt das Hauptreferat. Er machte deutlich, dass die Finanzierung der Rente nur zu einem geringen Teil durch Umverteilung innerhalb des Rentensystems zu lösen sei. Der Zuschuss des Bundes zur Rente sei - im Verhältnis zu den sogenannten beitragsfremden Leistungen - immer noch zu niedrig. Deshalb seien Erbschafts- und Vermögenssteuer notwendig. Bei den IG Metaller herrsche große Empörung über die unzureichende Rentenpolitik der Bundesregierung.
Die beiden linken MdBs Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, und Anne Zerr erläuterten die Kernpunkte der linken Rentenforderungen und den Zusammenhang zwischen einer guten Lohnentwicklung und Rente.
Von Nils und Loo, Landessprecher*innen der Linksjugend['solid], kam ein bewegender Beitrag zur Generationensolidarität: „Die Jugend ist … geprägt von Sorgen und Furcht um ihre Zukunft. Wir blicken auf die globale Militarisierung in einer unvorstellbaren Wettbewerbspolitik, während die Herrscher uns bereits als Kanonenfutter reserviert haben. … Und nicht nur wir sind betroffen: Von den Machttragenden herab, wird eine Politik der Spaltung betrieben, in welcher unsere Klassen gegeneinander aufgeheizt werden. … Sie sprechen in ihrer neoliberalen Blase davon, dass junge Menschen nichts für das öffentliche Gemeinwohl machen, alsbald sie selbstbestimmt in die Welt gehen und ihre ehrlichen Interessen verfolgen. Sie sprechen davon, …wie selbstzentriert und egoistisch wir sind. 
Und uns erzählen sie gleichzeitig, dass eure Politik und eure Vergangenheit Schuld ist an den schlimmen klimatischen und gesellschaftlichen Umständen. Aber wir sehen euch. Wir sehen, wie ihr diese Kämpfe eure ganzen Leben schon führt. Wie ihr uns verteidigt, wie ihr immer schon standhaft geblieben seid, damit die kommenden Generationen irgendwann in Frieden leben.
Die herrschende Klasse stellt uns in zwei Gräben gegenüber voneinander auf — und sie verlangen von uns, dass wir aufeinander schießen: Das ist eine fatale, brutale und menschenfeindliche Machtpolitik. … Doch dem gilt ein Ende zu setzen, … unsere Gemeinsamkeiten anzuerkennen, uns endlich zusammen zu schließen. Die herrschende Klasse plänkelt uns einen sogenannten ‘Generationenkonflikt’ vor. Um das einmal deutlich zu klären, diesen gibt es nicht. … Der Angriff auf die Rente ist nicht nur ein Angriff auf alte Menschen, gleich wie die drohende Wehrpflicht nicht nur ein Angriff auf junge ist. Es sind Angriffe auf dich und mich, auf uns, auf die arbeitende Klasse, deren aller Kinder wir sind.“
Zum Abschluss berichtete Kim Sophie Bohnen, die Spitzenkandidatin der Linken für die Landtagswahl, über die Veranstaltung „Letzte Wahl? Altersarmut stoppen!“, zu dem am Vortag das „Bündnis gegen Altersarmut“ Landespolitiker*innen nach Stuttgart eingeladen hatte.

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