Jahresversammlung 2026 der BAG Senior*innenpolitik in Berlin
Am 27. März .2026 traf sich in Berlin die BAG Senior*innenpolitik. Es beteiligten sich 26 Genoss*innen aus Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die MV wurde teilweise per Zoom übertragen, so dass auch Interessierte aus weit entfernten Regionen teilnehmen konnten.
Zum Thema „Wie können wir erfolgreich gegen Militarismus und Krieg kämpfen“ sprachen Sören Pellmann, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag, und Ingar Solty, Referent für Friedenspolitik der Rosa Luxemburg Stiftung. Beide hoben die grundlegende Alternative „Sozialstaat oder Rüstungsstaat“ als aktuelle Herausforderung hervor. Gegen die Aufrüstung müsse die Linke Hoffnung organisieren und mobilisieren. Deshalb sind die wachsende kommunale Verankerung der Partei so wichtig sowie unser solidarischer Umgang miteinander. In der lebhaften Diskussion wurde Sörens Bekenntnis zu den außenpolitischen Pflöcken des Erfurter Programms begrüßt. Beide Referenten können sich nicht vorstellen, mit „kriegsgeilen Olivgrünen“ zu regieren. Sören sprach sich für Aktivitäten anlässlich des 85. Jahrestages des Überfalls der Nazis auf die Sowjetunion am 22. Juni aus.
Zu Gast waren auch Maria M. und Max K. vom Bundessprecher*innenrat der Linksjugend Solid. Sie berichteten über die Kampagne gegen die Wehrpflicht, die die BAG Senior*innenpolitik aktiv unterstützt. Schwerpunkt der Arbeit der BAG wird in diesem Jahr auch der „Ratschlag Generationensolidarität“ sein, den die BAG und solid gemeinsam vorbereiten werden.
Es wurden ein Tätigkeitsbericht bestätigt und einstimmig eine BAG-Satzung verabschiedet, die von einer Arbeitsgruppe (Sonja K., Christine P., Barbara H. und Wolfgang A.) erarbeitet wurde. Weiter wählten wir unsere drei Parteitagsdelegierten: Steffi Deutschman aus Sachsen, Sabine Skubsch aus Baden-Württemberg und Peter Mundt aus Brandenburg.
ver.di und Die Linke fordern vergünstigtes Deutschlandticket für Senior*innen in Baden-Württemberg
Die Linke unterstützt die Forderung von ver.di Baden-Württemberg nach einem vergünstigten Deutschlandticket für Senior*innen. Dazu erklärt Kim Sophie Bohnen, Mitglied des Landesvorstands der Linken Baden-Württemberg: „Wir unterstützen die Forderung von ver.di an die Landesregierung für ein vergünstigtes Deutschland-Ticket für Seniorinnen und Senioren. Was Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sich leisten können, kann sich auch Baden-Württemberg leisten. Viele Rentnerinnen können sich mit ihrer niedrigen Rente kein Deutschlandticket leisten. Ein vergünstigtes Deutschlandticket wäre ein Beitrag für Klimaschutz und mehr soziale Gerechtigkeit.“
Hier die Pressemitteilung von ver.di: "Das Deutschlandticket kostet seit dem 1. Januar 2026 einheitlich 63 Euro im Monat. Für junge Menschen sowie Azubis und Studierende gibt es in Baden-Württemberg das D-Ticket JugendBW für ermäßigte 45 Euro. ver.di Baden-Württemberg fordert noch von der amtierenden Landesregierung, für Senior:innen auch ein vergünstigtes Deutschlandticket, wie es in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bereits angeboten wird, auf den Weg zu bringen. Die Finanzierung und Preisgestaltung könnte wie beim erfolgreichen Jugend Ticket erfolgen.
Maike Schollenberger, ver.di Landesbezirksleiterin: „Mobilität ist ein entscheidender Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe. Viele Rentnerinnen und Rentner im reichen Baden-Württemberg können sich das reguläre Deutschlandticket von ihrer schmalen Rente nicht mehr leisten und werden so vom gesellschaftlichen Leben außerhalb ihres unmittelbaren Wohnumfeldes ausgeschlossen. Für junge Menschen mit keinem oder wenig Einkommen gibt es das Jugendticket, für aktive Beschäftigte häufig ein bezuschusstes Jobticket. Es ist höchste Zeit für bezahlbaren ÖPNV auch für unsere Seniorinnen und Senioren.“
Im heutigen Beschluss des ver.di Landesbezirksvorstandes in Stuttgart heißt es unter anderem:
Ein Senior:innenticket ist sozial gerecht. Für die meisten Senior:innen reduziert sich das Einkommen nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben stark. Die Durchschnittsrente für Frauen beträgt beispielsweise in Baden-Württemberg 950 Euro pro Monat. Die Informationen zu regionalen Angeboten für Sozialtickets mit unterschiedlichen Preisen, Berechtigungskriterien und Gültigkeitsbereichen sind schwer zugänglich und die Beantragung ist mit bürokratischen Hürden verbunden. Der siebte Armuts- und Reichtumsbericht stellt fest, dass Sozialleistungen oft nicht in Anspruch genommen werden.
www.vdk.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/artikel/armutsbericht-hilfe-kommt-bei-aelteren-oft-nicht-an/
Als Gründe dafür, dass viele keine staatlichen Hilfen abrufen, werden fehlende oder falsche Informationen zum Leistungsanspruch oder auch abschreckende komplexe Antragsverfahren genannt. Viele Menschen verzichten aber auch aus Scham auf eine Beantragung.
Hinzu kommt:
- Ein Senior:innenticket ist klimaschonend;
- ein Senior:innenticket motiviert, vom Pkw auf den ÖPNV umzusteigen."
Pressemitteilung ver.di Baden-Württemberg vom 25.03.2026
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