Hamburger Senior:innen: Kein Kahlschlag der sozialen Sicherungssysteme!
Das Hamburger Bündnis der Senior*innengruppen, Sozialverbände und gewerkschaftlichen Senior*innengruppen tritt mit einem gemeinsamen Flyer am 1. Mai auf.
Angesichts der uns von der Bundesregierung und vielen Interessenverbänden der Wirtschaft verkauften unverzichtbaren radikalen Kürzungen unserer Sozialen Sicherungssystem haben wir beschlossen uns das nicht Widerspruchslos gefallen zu lassen.
Wir wollen uns gemeinsam in einem Großem Senior*innenblock auf der diesjährigen 1. Mai Demonstration des DGB hinter dem Transparent "Hamburger Senior*innen fordern: Kein Kahlschlag unserer sozialen Sicherungssysteme!" versammeln und unseren Protest auf die Straße tragen.
Startpunkt ist am S-Bahnhof Ottensen. Den Senior*innenblock stellen wir in der Bahrenfelder Straße 247 auf - auf Höhe der Bar MayDay. Die Hamburger Mai-Demonstration am Freitag, 1. Mai 2026, beginnt ab 10:30 Uhr am S-Bahnbahnhof Ottensen / Bahrenfelder Straße. Beginn der Demonstration 11 Uhr. Kundgebung ab 12 Uhr auf dem Fischmarkt.
Der SoVD Landesverband Hamburg, die AWO Hamburg, der Landesseniorenbeirat Hamburg, die Bezirks Seniorenbeiräte und Seniorendelegierten-Versammlungen Hamburg-Altona, Hamburg Mitte, Hamburg Eimsbüttel, Hamburg Nord. Hamburg Wandsbeck und Hamburg-Harburg, die DGB-Senior*innen Hamburg, die IG Metall und die aktiven ver.di Seniorinnen und Senioren Hamburg fordern in einer gemeinsamen Erklärung:
Kein Kahlschlag unserer sozialen Sicherungssysteme!
Die derzeitige Bundesregierung betreibt eine Politik des Sozialkahlschlags. Wir widersprechen dieser Politik und bringen unsere Ablehnung und unseren Protest zum 1. Mai mit anderen Akteuren der Sozial- und Wohlfahrtsverbände auf die Straße.
Anlässlich des 75jährigen Jubiläums des Deutschen Bundesverbands der Banken e.V., erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz am 20. April, dass die Rente für die nächsten Generationen lediglich eine "Basisabsicherung“ sein könne.
Nicht weniger drastisch sind die Ansagen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu Änderungen bei der Krankenversicherung. Auch sie redet Klartext: Es wird Leistungskürzungen für die Versicherten geben. Sie werden verstärkt zur Kasse gebeten, einerseits bei Zuzahlungen für Medikamente und andererseits bei medizinischen Behandlungen.
Noch heftiger werden die finanziellen Belastungen in der Pflege. Im Gespräch ist beispielsweise die Anhebung der durchschnittlichen Zuzahlungen für Heimbewohner*innen auf 3.500 Euro im Monat.
Und als wäre das nicht allein schon genug der Belastung für abhängig Beschäftigte, gehört es zum Plan der Bundesregierung, die Interessen der Finanzwirtschaft mit kapitalmarktabhängigen Rentenfonds zu fördern.
Das ist eine Politik des sozialen Kahlschlags, in deren Folge die Regierung die unzufriedenen Wähler*innen immer weiter in die Arme rechter Rattenfänger treibt.
Kriege, Klimakrise, steigende Arbeitslosigkeit oder explodierende Energiekosten: gerade in Zeiten sozialer Verwerfungen braucht es einen verlässlichen Sozialstaat!
Wir brauchen verlässliche, zukunftsfeste soziale Sicherungssysteme - für einen verlässlichen Sozialstaat und keinen Sozialabbau!
Wir fordern:
- Eine Rentenversicherung, eine Rente, eine Erwerbstätigenversicherung, die den Lebensstandard sichert und in die alle einzahlen, auch u. a. Parlamentarier und Beamte
- Eine Krankenversicherung für alle. Schluss mit der Zweiklassenmedizin! Wir brauchen eine Bürgerversicherung.
- Eine würdevolle und bezahlbare Pflege im Alter. Wir fordern eine Pflegevollversicherung.
- Keine Streichung von Hilfen für behinderte Menschen.
Wir stehen für eine solidarische Gesellschaft, in der jeder in Würde leben kann!
Sozialer Kahlschlag und das Recht des Stärkeren lehnen wir ab!
