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Für ein gutes Leben im Alter

Sarah Vollath und Heidi Reichinnek: Regelaltersgrenze für die Rente und Entwicklung der Lebenserwartung

Sarah Vollath und Heidi Reichinnek zur Anfrage der Linken im Bundestag:

Die Linke hatte im Bundestag zur Regelaltersgrenze für den Renteneintritt und zur Entwicklung der Lebenserwartung nachgefragt. Hintergrund ist die Anhebung der Regelaltersgrenze, die bis 2012 bei 65 Jahren lag und seither schrittweise angehoben wird. Ab 2031 liegt die Regelaltersgrenze für alle bei 67 Jahren. Bei der anstehenden jetzigen Rentenreform wollen die “Experten” und die CDU/CSU/SPD-Regierung diese auf 70 Jahre verschieben. Die Anfrage der Linken und die Antwort der Bundesregierung können unten eingesehen werden.

Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag: „Die Rentendebatte findet oft völlig losgelöst von Fakten statt. Selbsternannte Rentenexperten fantasieren sich seit Jahren die Erzählung zusammen, dass die Lebenserwartung immer weiter steigt und die Menschen viel zu früh in Rente gehen. Unsere Anfrage zeigt: Das stimmt einfach nicht. Die Lebenserwartung stagniert. Gleichzeitig steigt die Regelaltersgrenze schon jetzt immer weiter an. So kann es nicht weitergehen! Wer das Renteneintrittsalter immer weiter nach oben drücken will, macht das auf dem Rücken der hart arbeitenden Bevölkerung.“

Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag: „Was auf den ersten Blick für alle gleich ungerecht scheint, offenbart auf den zweiten Blick eine massive soziale Schieflage. Die Zahlen entlarven die Anhebung des Renteneintrittsalters als völlig falschen Ansatz, da damit bestehende Ungleichheiten ignoriert und Ungerechtigkeiten noch verschärft werden. Zum einen gibt es deutliche Unterschiede in der so genannten „ferneren Lebenserwartung“, also der durchschnittlichen Lebenserwartung für zum Zeitpunkt der Erhebung 65-Jährige. 65-jährige Männer in Baden-Württemberg hatten 2024 noch durchschnittlich 18 und 7 Monate zu leben – in Sachsen-Anhalt waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 16 Jahre und 7 Monate, also ganze zwei Jahre weniger. Zum anderen ist nicht einmal die Tendenz gleich: Während die Lebenserwartung in den vergangenen zehn Jahren in Baden-Württemberg um 2,5 Monate stieg, ist sie in Sachsen-Anhalt sogar um knapp 3,5 Monate gesunken. Die beiden Bundesländer haben sich also weiter voneinander entfernt, statt sich anzugleichen.“

Hier geht es zur Anfrage (BT-Drs. 21/4646) „Regelaltersgrenze für die Rente und die Entwicklung von Lebenserwartung beziehungsweise deren Ungleichheiten“. 

Hier geht es zur Antwort der Bundesregierung (BT-Drs. 21/5099).

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