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ver.di und Die Linke fordern vergünstigtes Deutschlandticket für Senior*innen in Baden-Württemberg

Die Linke unterstützt die Forderung von ver.di Baden-Württemberg nach einem vergünstigten Deutschlandticket für Senior*innen. Dazu erklärt Kim Sophie Bohnen, Mitglied des Landesvorstands der Linken Baden-Württemberg: „Wir unterstützen die Forderung von ver.di an die Landesregierung für ein vergünstigtes Deutschland-Ticket für Seniorinnen und Senioren. Was Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sich leisten können, kann sich auch Baden-Württemberg leisten. Viele Rentnerinnen können sich mit ihrer niedrigen Rente kein Deutschlandticket leisten. Ein vergünstigtes Deutschlandticket wäre ein Beitrag für Klimaschutz und mehr soziale Gerechtigkeit.“

Hier die Pressemitteilung von ver.di: "Das Deutschlandticket kostet seit dem 1. Januar 2026 einheitlich 63 Euro im Monat. Für junge Menschen sowie Azubis und Studierende gibt es in Baden-Württemberg das D-Ticket JugendBW für ermäßigte 45 Euro. ver.di Baden-Württemberg fordert noch von der amtierenden Landesregierung, für Senior:innen auch ein vergünstigtes Deutschlandticket, wie es in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern bereits angeboten wird, auf den Weg zu bringen. Die Finanzierung und Preisgestaltung könnte wie beim erfolgreichen Jugend Ticket erfolgen.

Maike Schollenberger, ver.di Landesbezirksleiterin: „Mobilität ist ein entscheidender Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe. Viele Rentnerinnen und Rentner im reichen Baden-Württemberg können sich das reguläre Deutschlandticket von ihrer schmalen Rente nicht mehr leisten und werden so vom gesellschaftlichen Leben außerhalb ihres unmittelbaren Wohnumfeldes ausgeschlossen. Für junge Menschen mit keinem oder wenig Einkommen gibt es das Jugendticket, für aktive Beschäftigte häufig ein bezuschusstes Jobticket. Es ist höchste Zeit für bezahlbaren ÖPNV auch für unsere Seniorinnen und Senioren.“

Im heutigen Beschluss des ver.di Landesbezirksvorstandes in Stuttgart heißt es unter anderem:

Ein Senior:innenticket ist sozial gerecht. Für die meisten Senior:innen reduziert sich das Einkommen nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben stark. Die Durchschnittsrente für Frauen beträgt beispielsweise in Baden-Württemberg 950 Euro pro Monat. Die Informationen zu regionalen Angeboten für Sozialtickets mit unterschiedlichen Preisen, Berechtigungskriterien und Gültigkeitsbereichen sind schwer zugänglich und die Beantragung ist mit bürokratischen Hürden verbunden. Der siebte Armuts- und Reichtumsbericht stellt fest, dass Sozialleistungen oft nicht in Anspruch genommen werden.
www.vdk.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/artikel/armutsbericht-hilfe-kommt-bei-aelteren-oft-nicht-an/
Als Gründe dafür, dass viele keine staatlichen Hilfen abrufen, werden fehlende oder falsche Informationen zum Leistungsanspruch oder auch abschreckende komplexe Antragsverfahren genannt. Viele Menschen verzichten aber auch aus Scham auf eine Beantragung.
Hinzu kommt:
- Ein Senior:innenticket ist klimaschonend;
- ein Senior:innenticket motiviert, vom Pkw auf den ÖPNV umzusteigen."

Pressemitteilung ver.di Baden-Württemberg vom 25.03.2026

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